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Du hast viele Möglichkeiten, wo Du Dein Depot eröffnen kannst. Wir geben Dir eine Anleitung an die Hand, wie Du Deine Kohle am günstigsten und optimal auf Dich zugeschnitten anlegen kannst und zeigen Dir, durch welche Schächte Du Dich dafür durchgraben musst.

Bildquelle: boerse.ARD.de

  • Schacht 1 – Broker oder Bank

Als erstes musst Du Dich entscheiden, wem Du Dein Depot anvertrauen möchtest. Einige Anleger bevorzugen die Bankfiliale vor Ort. Dort hast Du als unerfahrener Anleger persönlichen Kontakt zu Beratern und brauchst kaum technisches Know-How. Der Ansprechpartner kann Dich bezüglich Strategien, Chancen und Risiken einzelner Anlagemöglichkeiten aufklären. Trotzdem solltest Du Dich vor dem Bankbesuch genauestens informieren, da ein Berater letztlich auch nur ein Verkäufer der Bank ist und Dein Geld im schlimmsten Fall sehr schlecht anlegen kann.  Die Zeiten, in denen Du bei der Sparkasse oder der Volksbank allerdings recht pauschal mit einem Prozent Gebühren beim Aktienkauf rechnen musstest, ist auch jetzt noch nicht vorbei. Eine 5.000-Euro-Order kostet auch heute noch in so mancher Filiale 50 Euro plus X. Die Zahl der Aktienfans, die am Schalter ihre Order aufgeben, sinkt immer weiter. Natürlich kannst Du auch die Online-Filiale der Bank nutzen und es auf eigene Faust versuchen. Möchtest Du Deine Kohle allerdings günstiger anlegen, kannst Du Dein Depot auch bei einer einer Direktbank oder einem Online-Broker wie Comdirect, Consorsbank oder der Onvista Bank eröffnen. Diese haben keine festen Filialen, sondern kommunizieren via E-Mail oder Telefon mit Dir. Dadurch sparen sie Geld, was sich auch auf Deine Depotkosten positiv auswirkt. Außerdem liefern sich die Broker seit Jahren einen ordentlichen Preiswettbewerb, sodass oft überhaupt keine laufenden Depotkosten anfallen. Ein weiterer Vorteil: Du kannst zu jeder Zeit auf Dein Depot zugreifen und musst nicht auf die Öffnungszeiten Deiner Bank warten. Stattdessen kannst Du entspannt über Deinen heimischen PC Deinen Aktienbestand checken und Geschäfte abwickeln.

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  • Schacht 2 – Kosten beobachten und Angebote checken

Egal ob Du Dich nun für eine Bankfiliale oder einen Broker entscheidest – der Kostenvergleich ist das A und O. Letztendlich willst Du aus Deiner Kohle möglichst viel Rendite rausholen. Das klappt am besten mit geringen Gebühren. Der Vergleich ist allerdings gar nicht mal so leicht. Es gibt diverse verschiedene Extras im Meer der Broker: ob eine bestimmte Anzahl an kostenlosen Aufträgen pro Monat, Mengenrabatt einer allgemein günstigen Pauschale oder auf der anderen Seite versteckte Kosten bei zu wenig Ordern oder Aufschläge bei Teilausführungen. Günstig handelt oft, wer Neukundenangebote bei Banken und Brokern nutzt. Zumeist wird hier eine bestimmte Orderzahl oder auch ein Betrag an Ordergebühren subventioniert. Sind diese Vergünstigungen aber aufgebraucht, herrscht der übliche Kostensatz. Und auch den solltest Du genau überprüfen. Das Preis-Leistungs-Verzeichnis weist die Kosten im Detail aus – übrigens werden auch diese Verzeichnisse in regelmäßigen Abständen überarbeitet. Ein Broker, der heute günstig ist, muss dies nicht im kommenden Jahr noch sein. Die Hauptbelastung beim Aktienkauf steckt in der so genannten Transaktionsgebühr. Die Anbieter verlangen für die Abwicklung entweder eine feste Pauschale oder eine prozentuale Gebühr plus einer Grundgebühr. Der fixe Betrag ist für Dich in den meisten Fällen der günstigste.

 

Tipp: Auf die Kosten achten!

Ein Rechenbeispiel:

Du kaufst für 1.000 Euro zehn Aktien a 100 Euro.

Bei Broker 1 zahlst Du wegen eines Angebots nichts,

bei Broker 2 aber 50,- Euro.

Dann muss jede Deiner Aktien um 5 Prozent (bzw. 5 Euro) steigen, nur damit Du überhaupt die Kosten wieder rein hast.

 

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  • Schacht 3 – Broker-Vergleich im Internet

Es kann sinnvoll sein, einen der vielen Broker-Vergleiche im Internet zu nutzen, mit dem Du eine Vorauswahl treffen kannst. Bei dem Test wird in der Regel Dein Nutzerverhalten abgefragt. Wer zu den täglichen Tradern gehört, wird höhere Depotgebühren in Kauf nehmen, aber dafür bei den Gebühren für einzelne Transaktionen sparen wollen. Kleinanleger mit wenigen Trades im Jahr dürften dagegen die Fixkosten des Depots möglichst gering halten wollen. Gerade wenn Du erst allmählich ein Vermögen ansparen willst, ist es wichtig, dass nicht gleich am Anfang hohe Fixkosten die Rendite auffressen. Interessant für die Brokerwahl ist auch noch die Verzinsung auf dem Verrechnungskonto. So kann ein Teil der Kosten wieder hereingeholt werden.

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  • Schacht 4 – Musterdepot

Zusätzlich zum Vergleich kannst Du bei den meisten Brokern auch ein Musterdepot anlegen, um zu schauen, welches Dir am besten gefällt. Sie sind in der Regel genauso aufgebaut wie die echten Depots und Du kannst die Funktionen Deines neuen Anbieters im Vorhinein ausprobieren.

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Redaktion

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