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Stell Dir vor, Du willst ein Haus bauen, eine Wohnung kaufen oder ein teures Auto fahren. Da kann es gut sein, dass Du nicht genug Kohle auf einmal zusammenkratzen kannst. Es gibt jedoch Möglichkeiten, wie Du mehr ausgeben kannst als Du hast. Zum Beispiel Durch einen Kredit: Dabei leiht Dir die Bank über einen bestimmten Zeitraum Geld. Natürlich macht sie das nicht umsonst: Sie braucht Sicherheiten, dass Du das Geld zurückzahlen kannst und nimmt eine Gebühr. Dieser Prozentsatz, den Du auf das geliehene Geld drauf zahlen musst, nennt sich Zins.

 

Das Ganze funktioniert aber auch andersherum. Sobald Du Dein Geld zur Aufbewahrung bei einer Bank ablegst, leihst Du es ihr. Sie lässt es nämlich nicht nur einfach liegen, sie macht damit eigene Geschäfte und zahlt Dir dafür eine kleine Gebühr – auch hier Zins genannt. Auch Staaten kannst Du Dein Geld leihen und im Gegenzug Zinsen einnehmen. Letztendlich bedeutet das, dass Du sogar ohne irgendwas zu tun, Geld verdienen kannst. Auf dem Finanzmarkt sagt man: “Du lässt Dein Geld für Dich arbeiten.” Aktuell sieht es für Dich als Sparer, der den Großteil seines Geldes bei der Bank parkt, eher schlecht aus. Die Zinsen liegen lediglich auf knapp über 0 Prozent. Dadurch, dass die Preise von Verbraucherprodukten jedes Jahr steigen, schrumpft letztlich sogar Dein Vermögen.

 

Wie hoch der jeweilige Prozentsatz ist, hängt von mehreren Aspekten ab. Besonders vom Leitzins. Dieser wird für den Euroraum von der Europäischen Zentralbank (EZB) festgelegt und bestimmt den Prozentsatz, zu dem Banken sich untereinander sowie bei der Notenbank Geld leihen oder verleihen können. Je mehr die Banken abdrücken müssen desto teurer wird es dann letztendlich auch für den Privatkunden, der sein Geld bei der Bank parkt. Im Gegenzug bekommst Du als Kunde jedoch auch höhere Zinsen auf Dein Erspartes.

Bildquelle(n):

  • Frankfurt Main skyline, Germany: Colourbox
Redaktion

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