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Geld ist in erster Linie Bargeld. Da es universell und überall anerkannt ist, kannst Du das Stück Papier oder die Münze für jeden Gegenstand der Welt eintauschen: sei es für einen Apfel im Supermarkt, den Eintritt im Kino oder als Gegenleistung für Deine gemietete Wohnung. Es kommt eben nur darauf an, wieviel Du bietest oder verlangt wird.

 

 

Früher benutzten die Menschen andere Dinge zum Tauschen wie Getreide, Vieh oder Metalle. Jeder kannte diese Sachen und wusste, dass sie nur in begrenzter Menge vorhanden waren. Dadurch bekamen sie einen Wert. Da es aber einfacher war, stets mit der gleichen Ware zu bezahlen, vereinbarte man, handliche Metallmünzen zum Bezahlen zu nutzen. Du kannst Dir vielleicht vorstellen, dass ein Tischler wenig mit einem Pferd anfangen kann, das ihm ein Bauer für einen Stuhl oder Tisch bietet. Geld ist also nichts anderes als ein Tauschmittel, auf das man sich als Zahlungsmöglichkeit geeinigt hat.

 

Du kannst Geld in vielen Formen besitzen. Zum einen natürlich greifbar, als Münze oder Schein, zum anderen als Vermögensgegenstand oder virtuell. Du kannst es aber auch verleihen. Somit gilt Geld auch als Aufbewahrungsmittel. Du kannst es aufbewahren und später benutzen, Du verschiebst Deine Kaufkraft also in die Zukunft. Anders als die Aufbewahrung eines Pferdes kostet es keinen Unterhalt und wird auch, anders als das Getreide des Bauerns, nie schlecht. Zumindest nicht komplett. Wert verlieren kann es schon. Für einen Euro hast Du früher einmal zwei Kugeln Eis bekommen, heute oft nur noch eine. Das nennt man Inflation, die Preise sind gestiegen.

 

Dass die Kohle auch wirklich so etwas Wert ist, garantiert uns die Europäische Zentralbank. Aber wichtig ist: Geld funktioniert nur, weil wir der EZB vertrauen und daran glauben, dass der Wert des Geld auch wirklich besteht.

 

Wenn Du selbst versucht, Scheine zu drucken oder Münzen zu prägen, machst Du Dich strafbar. Geld herstellen darf nur der Staat – jedoch auch nur in bestimmten Mengen, da es sonst seinen Wert verliert. Stell Dir nur mal vor, es gebe unendlich viel Bargeld. Wer würde es dann noch brauchen? Genau, niemand. Das wäre für einen Tausch nicht wirklich optimal. Da kann der Supermarkt seinen Apfel besser behalten.

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1 Comment

  1. Die Geschichte, dass erst Güter getauscht wurden und dann irgendjemand das Geld erfunden hat, ist keinesfalls bewiesen, noch wirklich logisch. Denn wie ihr selbst schreibt, kann der Tischler wenig mit dem Pferd anfangen. Warum soll das vor der vermeintlichen Erfindung des Geldes Sinn gemacht haben, während es danach nicht sinnvoll ist?

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