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In jungen Jahren macht man viele Fehler. So auch Alex Fischer, wie er uns verrät. Welche er am liebsten vermeiden würde und welche Ziele er mittlerweile schon erreicht hat, erzählt er uns im Interview.

 

 

Mein-KohleEinstieg.de: Wie hat das angefangen mit Finanzen und Dir?

Alex Fischer: Angefangen hat es bei mir wahrscheinlich wie bei vielen Menschen, dass man einfach nicht weiß, was man tun soll. Damit man überhaupt irgendetwas tut, folgt man Menschen, die dir sagen: “Ich tue das Richtige für dich und dein Geld.” Da habe ich irgendwelche Verträge, Versicherungen und Sparpläne abgeschlossen, die ich am Ende nicht verstanden habe. Mit der Zeit habe ich einfach gemerkt, dass das mehr Gebühren frisst, als mich irgendwie finanziell voranbringt. Dann habe ich einfach irgendwann angefangen und mir Gedanken gemacht, dass es noch etwas anderes geben muss, um da irgendwie ein Erfolg reinzubringen. Dann habe ich mich mit verschiedenen Themen befasst und bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich erst mal alles resetten muss. Das war vor vielen Jahren zur Jahrtausendwende nach der nach der Ausbildung. Ich habe angefangen, alles zu canceln, was mir irgendwelche Berater versprochen haben und habe dann bei null angefangen: erst einmal nur Geld zu sparen und dann jede Versicherung zu hinterfragen. Irgendwann hatte ich einen kleinen Geldstock, der investiert werden musste. Dann begann ich zunächst mit Fonds. Das war das, was es damals so gab.

 

Welche Fehler hast Du am Anfang gemacht?

Am Anfang war er einer der größten Fehler, erst einmal überhaupt auf andere fremde Menschen zu vertrauen, die dir natürlich sagen, dass sie nur das Beste für dein Geld wollen. Das war aber für mich damals legitim. Es war eine willkommene Abwechslung, dass sich jemand darum kümmert, damit ich mich nicht darum kümmern muss. Der zweite Punkt ist das fehlende Finanzwissen. Das wird in unserer Gesellschaft ein bisschen nach hinten gestellt. Heute würde ich sagen, dass wenn ich mich ich viel früher auf dem Gebiet fortgebildet oder weitergebildet hätte, dann hätte ich einfach schon ein ganz anderes Mindset gehabt und viel mehr Möglichkeiten gehabt, mich anders zu entwickeln. Das sind zwei wichtige Sachen, bei denen ich zum Glück noch zum richtigen Zeitpunkt die Kurve gekriegt habe.

 

Hast Du Dir damals ein Ziel gesteckt? Und es mittlerweile erreicht?

Also wir haben uns damals mit meiner Frau gesagt, dass wenn wir fleißig sparen, unser Einkommen vermehren und die Ausgaben moderat halten, dann war unser Ziel, dass wir mit fünfzig vielleicht das aktive Arbeiten aufhören können. Das war unser Ziel. Am Ende kam es dann so, wie jedes Jahr, wenn man so eine Hochrechnung macht. Es wurde immer so ein bisschen besser. Mit siebenunddreißig war ich soweit, dass ich meinen Job bei der Bank aufgegeben habe und meine Frau auch. Jetzt waren wir seit letztem Jahr am Reisen. Das heißt, ich würde sagen, dass wir haben das Ziel übererfüllt. Zehn, zwölf Jahre haben wir im Schnitt einen kleinen Vorsprung.

 

 


Alex Fischer ist nach eigenen Angaben einer der ersten und heute noch aktiven Finanzblogger in Deutschland. Sein Finanzblog besteht seit April 2009 und beschäftigt sich mit der “Dividenden-Alarm-Strategie”.


 

Bildquelle(n):

  • ALARM text on virtual screens: Colourbox
Redaktion

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